NAJU-Fahrt 2010
Emslandradtour 2010
Am 03.06. machten sich 12 NAJUs auf den Weg in die Moore des Emslandes. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite. Nach den vergangenen Wochen mit Dauerregen riss der Himmel extra für uns auf und sorgte für Bade- und Grilltemperaturen. Ein Lob an die Organisation!!!

Nach 3 Stunden im Zug waren wir in Lingen angekommen und warteten auf den Transporter mit den Fahrrädern. In der Zwischenzeit konnten wir uns bei Spielen kennenlernen und ein Gruppenfoto machen.


Als der Transporter endlich kam hieß es, Fahrradhelme auf und losradeln.

Nach einer kurzen Fahrt erreichten wir unsere Unterkunft, den Zeltplatz "Blaue Lagune". Unsere Teilnehmer waren kaum aufzuhalten und wollten sofort Tretboot fahren. Auch ein Strand und ein Beachvolleyballfeld luden ein den Rest des Abends dort zu verbringen.

Zunächst mussten wir allerdings unsere Zelte aufbauen und essen. Wer wollte, konnte anschließend mitmachen und Holz sammeln, um das Lagerfeuer anzünden. Der erste Abend klang mit Gesang und Gitarrenbegleitung aus.




Große Teile der ursprünglichen Moore waren schon abgebaut. Es ist kaum vorstellbar, wieviele tausend Jahre die Landschaft brauchen wird, um diesen Schaden wieder rückgängig zu machen. Immerhin braucht das Torfmoos 1000 Jahre, um eine Schicht von einem Meter Moor zu bilden.

Wir radelten am nächsten Tag zum Bargerveen, wo noch einige ursprüngliche Moorgebiete zu finden sind. Ein Ranger nahm uns mit auf Entdeckungstour in die Kernzone des Schutzgebietes.





Diesen Moorfrosch hat der Ranger gefunden. Am schönsten sehen sie allerdings im Februar aus, wenn sie knallig blau gefärbt sind. Aber auch unser geübtes NAJU-Auge fand einige Besonderheiten, wie diese Schlingnatter.


Wir konnten hier im Moor besonders viele Schmetterlinge finden. Darunter auch das Nachtpfauenauge (linkes Bild). Das Weibchen fliegt in seinem Leben maximal drei Meter weit und versucht den Rest der Zeit die Männchen anzulocken.
Wir habe auch "Die Rache der Pflanzen an den Insekten" gefunden. Sonnentau heißt diese Pflanze. Sie kann mit ihren klebrigen Tentakeln auf den Blättern Insekten fangen und sich so im nährstoffarmen Moor ernähren. Hier seht ihr, wie sie gerade eine Libelle verspeist.



Auf diesem Bild seht ihr den Sieger unseres Wettbewerbs, aus einer Binse den längsten Kerzendocht herauszudröseln.


Bernhard auf einem Fahrrad. Das muss festgehalten werden!!!
Die Pausen waren am angenehmsten, wenn ein leichter Wind aufkam. Ansonsten konnte man den Mückenschwärmen nur mit dem Drahtesel entkommen.
Unsere Drahtesel haben das ganz gut durchgehalten. Nur einer hat regelmäßig die Pedale abgeworfen. Wir waren fast gezwungen auf Pferde umzusteigen.



Während einige von uns in den Pausen an Brücken nach Otter- und Waschbärspuren Ausschau hielten, suchten andere nach Geo-Caches.


Die Verpflegung auf der Fahrt war sehr abwechslungsreich und lecker. Wir haben unsere Nudeln mit selbstgesammelten Kräutern aufgepeppt und Holunderblütenlimonade selbst hergestellt. Aber Bernhard, bitte keine Fliegenpilze für die Kinder!!


Am letzten Tag hieß es wieder einpacken. Bernhard wusste genau wohin. Das Gepäck immer auf den Fotografen.

Diesmal übernahmen Irina, Norbert und Andreas den Rücktransport des Gepäcks. Wir anderen fuhren mit dem Zug.
Insgesamt hat es uns allen viel Spaß gemacht. Wir freuen uns schon auf die nächste NAJU Fahrt.
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