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Heckenschnitt
14.01.2006
Letzten Samstag hat die NAJU Essen/Mülheim wieder die Hecke am Mülheimer Flughafen geschnitten.
Mit dabei waren nicht nur unsere ehrenamtlichen und hauptamtlichen Naturschützer, sondern auch unser Apfelsaft, viel Sonne, jede Menge Spaß und eine leckere Orangen-Möhren-Suppe.
Diese 16 Leute waren dabei: vielen Dank für eure tatkräftige Unterstützung.

Und an alle, die diesmal nicht mit dabei waren: die nächste NAJU-Aktion kommt bestimmt.
Ihr könnt einfach mal bei uns vorbeikommen und eure Freunde mitbringen.
Manch einer mag jetzt fragen, wieso eine ganze NAJU-Gruppe dafür gebraucht wird.
Nun, das ist keine kleine Hecke aus Opas Garten. Diese Hecke ist über 200m lang und an den breitesten Stellen schätzungsweise 10 m breit.
Im Laufe der Jahre wächst die Hecke immer höher, bis unter der Hecke kein Unterholz mehr zu finden ist. Wird noch länger gewartet, dann verdrängen Bäume alle unter ihnen wachsenden Pflanzen.
Dann haben Greifvögel, wie zum Beispiel der Turmfalke (Foto), leichtes Spiel, kleine Vögel und Säugetiere zu fangen.
Eine gepflegte dichte Hecke bietet gute Versteckmöglichkeiten für die Kleintiere.
Außerdem verbinden Hecken Lebensräume miteinander, da Tiere bei ihren Wanderungen den Schutz der Hecken nutzen.

So auch die Fledermaus. Die Fledermaus profitiert zusätzlich noch von den zahlreichen Insekten (ihre Lieblingsspeise), die in einer Hecke leben.
Hecken sorgen außerdem noch dafür, daß der Boden von Wind und Regen nicht so schnell abgetragen wird.
Am letztem Samstag trafen gegen 11 Uhr die NAJUs am Flughafen ein.
Nach einer kurzen Einweisung über den richtigen Werkzeuggebrauch konnte es dann losgehen.
Die Hecke wurde auf den Stock gesetzt. Das heißt auf Kniehöhe wurde die Hecke zurückgeschnitten.
Im Frühjahr wird sie wieder austreiben und ein dichtes Unterholz bilden.
Die abgeschnittenen Äste wurden den Hang nach oben transportiert, wo sie in den nächsten Tagen gehäckselt werden.
Das Häckselgut wird wieder über den Boden verteilt, damit der Regen den Boden nicht zerstört, solange die Hecke nicht wieder dicht ist.
Gegen 15 Uhr war dann ein gut 10 m breiter Hangabschnitt gerodet. Manche waren erstaunt, wie viel in der kurzen Zeit geschafft wurde, andere, wie lange man doch braucht, um einen so kurzen Abschnitt zu schaffen.
Wenn Ihr nun Feuer gefangen habt und bei unserer nächsten Aktion selbst tatkräftig mit anpacken wollt, wie gesagt: die nächste NAJU-Aktion kommt bestimmt! Schaut in unser Halbjahresprogramm und lest unsere Rundmails, dann kann euch nichts entgehen.
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